Donnerstag, 20. März 2008

Neuer Trockner

Ich bin zutiefst erschüttert. In unserem Waschraum ist ein Trockner kaputt gegangen. Aber anstatt ihn notdürftig zu reparieren, wie ich es erwartet hätte, haben die Leute vom SGS uns einen komplett neuen Trockner in den Keller gestellt:



Man muss aber auch sagen, dass wir bislang in der Trocknersteinzeit gelebt haben. Das alte Bedienkonzept (Trockenprogramm am großen Drehknopf einstellen und dann Start drücken) war wirklich total bedienerunfreundlich. Das neue System ist komplett menügesteuert und das auch noch mehrsprachig (auch wenn es eine große Affinität zum schwedischen hat, neu eingestellte Sprachen verschwinden nach einigen Minuten wieder...). Nur ca. 10 Bedienschritte trennen mich nun vom Trockenprogramm meiner Träume. Das nenne ich mal Fortschritt... ;)

Ach ja, bislang hab' ich ja noch gar nichts vom Waschen hier im Wohnheim erzählt. Nun, jeder Bewohner kann kostenlos(!) die Geräte benutzen, muss dafür aber übers Internet bzw. über ein Terminal (wenn man so wie ich keine Personnummer hat... jaja, ohne diese ist man in Schweden gar kein ganzer Mensch...) buchen:



Das Terminal steht bzw. höngt im Keller des Nachbarhauses.
Dafür hat man dann drei Stunden Zeit seine Waschorgien auszuleben. Allerdings muss man schon etwas planen, da die Slots meistens schon 2 Tage im voraus ausgebucht sind. Ok, jetzt über Ostern habe ich wohl freie Bahn, aber um Rushour-Slots um 19 Uhr herum zu reservieren muss man schon früh buchen.
Der Waschraum ist gar nicht mal so schlecht ausgestattet: 2 Waschmaschinen, 2 Trockner, 1 Trockenschrank, 1 Bügelbrett und diverse kleinere Annehmlichkeiten. Und das beste wie schon gesagt: alles in der Miete inbegriffen.
Schaut euch einfach mal die Gallery an um einen Eindruck vom Waschraum zu bekommen!

Waschen in Göteborg

Mittwoch, 12. März 2008

Klausuren auf Schwedisch

Sorry Leute, dass ich mich hier so rar gemacht habe in den letzten Tagen. Diese Woche ist eine Klausurwochen an der Chalmers. Ich habe das mehr oder weniger zweifelhafte Vergnügen diese Woche 2 Klausuren schreiben zu dürfen. Heute war "Realtime Systems" an der Reihe. Die nächste ist "Software Constraints" und ist am Freitag fällig. Allerdings ist letztere ein sogenanntes "take home exam", soll heißen, dass wir über den kompletten Vorlesungsinhalt ein Essay schreiben sollen, in dem wir zeigen sollen, dass wir auch den ganzen Kram verstanden haben... Nun ja, schau mer mal, was ich da so zu Papier bringe. Es sollen ja nur gut 2000 Worte sein. Wen's interessiert schaut einfach mal hier nach.

Klausuren in Schweden sind schon eine Sache für sich. Da die Uni ja im Gegensatz zu Aachen verhältnismäßig klein ist (obwohl es die größte technische Uni in Schweden ist...), gibt es kaum Raumprobleme für die Klausuren. Anscheinend wird die Größe des Raumes nach der Anzahl der Anmeldungen bestimmt. Nicht angemeldet? Kein Problem, man probiert es einfach trotzdem. Solange Platz im Raum ist, darf man mitschreiben. Überhaupt habe ich noch nicht ganz durchschaut, wer wann welche Prüfung machen muss und wie oft man diese wiederholen kann. Seltsam war jedenfalls, dass wir heute nur zu gut 20 Leuten in dem Raum saßen und uns 4 Stunden lang mit Scheduling-Algorithmen und Co. gequält haben, obwohl ca. 80 Leute in der Vorlesung und auch in dem Eisenbahn-Lab saßen. Ungewohnt fand ich aber besonders, dass sich der Prof. nur 2 Mal in der ganzen Zeit im Raum hat blicken lassen, um Fragen zu beantworten (die ich natürlich bis dahin wieder vergessen hatte... ). Natürlich waren wir nicht allein, zwei ältere Damen spielten "Guter Cop - Böser Cop" mit uns. Die Frau, die in unserem Raum uns beaufsichtigte war immer nett, lieb und freundlich, während die andere auf dem Flur kurz und angebunden war, wahrscheinlich um den Leuten die Klo-Pause so unangenehm wie möglich zu machen. Sie guckte dabei aber auch noch besonders grimmig, als ob sie uns alle fressen könnte (wir sind wohl schon ein fieses Studentenpack, das sie von besseren Dingen abhält...hach ja). Besonders putzig fand ich, dass die beiden für uns eine Uhr mitgebracht haben, die sie im Raum aufgehangen haben und später wieder pflichtbewußt mitgenommen haben.

Abchließend bleibt noch zu bemerken, dass ich anscheinend die Uni immer noch zu ernst nehme. Wenn ich hier meine schwedischen Bekannten angucke, die sagen: "Ach, bestehe ich die Klausur heut' nicht, bestehe ich sie im Sommer, who cares...", dann fehlt mir noch einiges an laisser faire...

Mittwoch, 5. März 2008

Kanelbullar

Freunde der feinen schwedischen Küche werden sie kennen, die Königin der Schnecken: die Kanelbullar (auf Deutsch: Zimtschnecken). Ich habe mich heute das erste mal daran gewagt, und muss sagen: echt lecker und durchaus besser als die Teile, die man in den Uni-Cafes bekommt. Nun ja, schmecken könnt Ihr ja leider nicht durchs Internet, aber immerhin gibt es Fotos:



Ach ja, wenn Ihr sie nachbacken wollt, dann sucht mal bei Chefkoch nach Schwedischen Zimtschnecken. Beachtet aber unbedingt die Kommentare, die Mehlmenge ist wohl etwas überdimensioniert...

Sonntag, 2. März 2008

Pfannekuchen

In bestimmten Kreisen hält sich bislang das Gerücht recht hartnäckig, dass ich keine Pfannekuchen backen könne. Gut, das mag mit einem Ereignis zusammenhängen, bei dem ich abgelenkt worden bin, uns so die Pfannkuchen.... nun ja... zu sehr mit dem Gewürz des seeligen Hausmannes gesegnet war...

Wie dem auch sei, hier die Beweisfotos, dass ich doch eigentlich der Apfel-Zimt-Pfannekuchen-GOTT bin:
Kochen


;)