Mittwoch, 12. März 2008

Klausuren auf Schwedisch

Sorry Leute, dass ich mich hier so rar gemacht habe in den letzten Tagen. Diese Woche ist eine Klausurwochen an der Chalmers. Ich habe das mehr oder weniger zweifelhafte Vergnügen diese Woche 2 Klausuren schreiben zu dürfen. Heute war "Realtime Systems" an der Reihe. Die nächste ist "Software Constraints" und ist am Freitag fällig. Allerdings ist letztere ein sogenanntes "take home exam", soll heißen, dass wir über den kompletten Vorlesungsinhalt ein Essay schreiben sollen, in dem wir zeigen sollen, dass wir auch den ganzen Kram verstanden haben... Nun ja, schau mer mal, was ich da so zu Papier bringe. Es sollen ja nur gut 2000 Worte sein. Wen's interessiert schaut einfach mal hier nach.

Klausuren in Schweden sind schon eine Sache für sich. Da die Uni ja im Gegensatz zu Aachen verhältnismäßig klein ist (obwohl es die größte technische Uni in Schweden ist...), gibt es kaum Raumprobleme für die Klausuren. Anscheinend wird die Größe des Raumes nach der Anzahl der Anmeldungen bestimmt. Nicht angemeldet? Kein Problem, man probiert es einfach trotzdem. Solange Platz im Raum ist, darf man mitschreiben. Überhaupt habe ich noch nicht ganz durchschaut, wer wann welche Prüfung machen muss und wie oft man diese wiederholen kann. Seltsam war jedenfalls, dass wir heute nur zu gut 20 Leuten in dem Raum saßen und uns 4 Stunden lang mit Scheduling-Algorithmen und Co. gequält haben, obwohl ca. 80 Leute in der Vorlesung und auch in dem Eisenbahn-Lab saßen. Ungewohnt fand ich aber besonders, dass sich der Prof. nur 2 Mal in der ganzen Zeit im Raum hat blicken lassen, um Fragen zu beantworten (die ich natürlich bis dahin wieder vergessen hatte... ). Natürlich waren wir nicht allein, zwei ältere Damen spielten "Guter Cop - Böser Cop" mit uns. Die Frau, die in unserem Raum uns beaufsichtigte war immer nett, lieb und freundlich, während die andere auf dem Flur kurz und angebunden war, wahrscheinlich um den Leuten die Klo-Pause so unangenehm wie möglich zu machen. Sie guckte dabei aber auch noch besonders grimmig, als ob sie uns alle fressen könnte (wir sind wohl schon ein fieses Studentenpack, das sie von besseren Dingen abhält...hach ja). Besonders putzig fand ich, dass die beiden für uns eine Uhr mitgebracht haben, die sie im Raum aufgehangen haben und später wieder pflichtbewußt mitgenommen haben.

Abchließend bleibt noch zu bemerken, dass ich anscheinend die Uni immer noch zu ernst nehme. Wenn ich hier meine schwedischen Bekannten angucke, die sagen: "Ach, bestehe ich die Klausur heut' nicht, bestehe ich sie im Sommer, who cares...", dann fehlt mir noch einiges an laisser faire...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Boese Menschen koennten sagen, du hast den laisser faire-stil abgelegt. :)))